Wie wird Kosmetik hergestellt?
18 Sep., 2024
Die Herstellung von Kosmetika im Jahr 2025 erfordert die Anpassung an die sich dynamisch ändernden Vorschriften des europäischen Rechts. Von der Entwicklung der Rezeptur über die Auswahl der Rohstoffe bis hin zum Verpackungsdesign – jeder dieser Schritte des Produktionsprozesses kann durch spezifische Vorschriften geregelt sein, z. B. durch Einschränkungen hinsichtlich verbotener Substanzen in Kosmetika. Doch das ist nicht alles. Es reicht nicht aus, lediglich zu wissen, wie Kosmetika hergestellt werden und welche neuen Vorschriften für Kosmetika 2025 gelten. Hersteller müssen ihre Produkte auch an die steigenden Erwartungen der Verbraucher anpassen, insbesondere der Generation Z.
Wie werden Kosmetika hergestellt? Die Wahl des Labors ist der wichtigste Schritt
Die Wahl des Labors ist der wichtigste Schritt im Prozess der Kosmetikproduktion, von dem die Qualität und Innovation des Endprodukts abhängen. Das für die Herstellung verantwortliche Labor muss die höchsten Qualitätsstandards erfüllen, wie z. B. die Gute Herstellungspraxis (GMP).
Was bedeutet GMP bei Kosmetika? In der Praxis heißt das, dass das Labor über die entsprechende technische Ausstattung, Erfahrung in der Kosmetikproduktion und Zertifikate verfügen muss, die die Übereinstimmung mit internationalen Normen bestätigen. Durch die Umsetzung strenger GMP-Verfahren entstehen Kosmetika unter Bedingungen, die Sicherheit und höchste Qualität gewährleisten. Erfahre mehr: Arten von GMP- und HACCP-Zertifikaten
Die Wahl des Labors bedeutet nicht nur die Entscheidung für einen externen Dienstleister, sondern auch für die Sicherheit und Wirksamkeit des Endprodukts. Deshalb arbeiten Kosmetikhersteller oft mit Laboren zusammen, die bereits zahlreiche erfolgreiche Projekte umgesetzt haben. Für viele Unternehmen ist die Auftragsproduktion von Kosmetika die ideale Lösung, bei der externe Labore nicht nur die Rezeptur entwickeln, sondern auch alle Produktionsschritte übernehmen. Dieses Modell lohnt sich, da der Hersteller vom Wissen und der Erfahrung von Experten profitiert und gleichzeitig die Geschäftskosten optimiert.
Möchtest du wissen, wie man ein Kosmetiklabor auswählt? Siehe unseren Artikel: 10 Faktoren bei der Wahl eines Partners für die Auftragsproduktion
Der Produktionsprozess von Kosmetika beginnt mit der Entwicklung der Rezeptur
Wie sieht der Produktionsprozess von Kosmetika in Polen aus? Wenn ein Labor gewählt wurde, das die höchsten Qualitätsstandards erfüllt, folgt der nächste Schritt: die Entwicklung der Rezeptur. Dieser Schritt beginnt mit einer genauen Marktanalyse und der Ermittlung der Bedürfnisse der Verbraucher. Auf Grundlage dieser Daten beginnt das Expertenteam mit der Entwicklung der Kosmetikformel. In diesem Stadium wird entschieden, welche Inhaltsstoffe am besten geeignet sind, um die angestrebten Ziele zu erreichen (z. B. Feuchtigkeit, Hautregeneration, Schutz vor äußeren Einflüssen).
Generation Z – der Beauty-Markt muss sich an die Anforderungen dieser Generation anpassen
Die Notwendigkeit, sich an die Anforderungen der Verbraucher anzupassen, bedeutet auch, die neuesten Trends zu kennen. Da die Generation Z (Personen, die nach 1995 geboren wurden) ein enormes Potenzial zur Belebung der Beauty-Branche hat, müssen Kosmetikhersteller die Anforderungen dieser Verbrauchergruppe berücksichtigen. Für die Generation Z zählen vor allem: die Sicherheit der Rezeptur, Personalisierung und Marken-Transparenz. Kaufentscheidungen werden häufig durch Empfehlungen in sozialen Medien beeinflusst, insbesondere auf TikTok. Für diese Kundengruppe ist es außerdem wichtig, welche Werte die jeweiligen Marken vertreten.
Forschung an Rohstoffen für die Kosmetikproduktion ist obligatorisch
Die Entwicklung der Rezeptur ist eng mit der Forschung an Rohstoffen verbunden, die bestimmte Qualitätskriterien erfüllen müssen. Sie werden sorgfältig ausgewählt und auf Reinheit, Stabilität und Sicherheit getestet, um ihre Eigenschaften über die gesamte Haltbarkeit des Produkts zu bewahren. Deshalb führt das Labor Stabilitätstests durch, bei denen die Rezeptur verschiedenen Faktoren wie Temperatur-, Feuchtigkeits- oder Lichtveränderungen ausgesetzt wird. Die Ergebnisse dieser Tests ermöglichen es, die Formel zu optimieren, damit das Produkt wirksam und sicher für den Verbraucher ist.
Verbotene Substanzen in Kosmetika 2025
Hersteller, Händler und Lieferanten müssen die Änderungen in den Kosmetikvorschriften kontinuierlich überwachen. Das Jahr 2025 brachte zum Beispiel eine Erweiterung der Liste verbotener Substanzen in Kosmetika, die von der Europäischen Kommission geführt wird.
Welche Substanzen sind ab 2025 in Kosmetika verboten? Auf der Liste der Substanzen, deren Verwendung in kosmetischen Produkten eingeschränkt oder verboten ist (aufgrund potenzieller Gesundheitsrisiken für die Verbraucher), stehen im Jahr 2025:
- Kolloidales Silber – das Inverkehrbringungsverbot gilt ab dem 1. Februar 2025, ab dem 1. November 2025 auch das Verbot der Bereitstellung auf dem Markt;
- Diphenyl-(2,4,6-trimethylbenzoyl)phosphinoxid (TPO) – ab dem 1. September 2025 gilt ein Verbot von TPO in Kosmetika. Produkte (z. B. UV-Lacke), die TPO enthalten, dürfen nicht mehr hergestellt oder verkauft werden;
- Triclosan – die neuen EU-Kosmetikvorschriften 2024/2025 legen für bestimmte Produkte (z. B. Handseifen) einen Höchstgehalt von 0,3 % fest. Außerdem gilt ein Verbot der Verwendung dieser Substanz in Zahnpasta für Kinder unter 3 Jahren.
Am 27. September 2023 wurde die Verordnung (EU) 2023/2055 der Kommission veröffentlicht, die schrittweise Beschränkungen für synthetische Polymermikropartikel (Mikroplastik) einführt. Das Verbot von Mikroplastik in Peeling-Kosmetika gilt bereits. In den kommenden Jahren treten weitere Verbote in Kraft: für abwaschbare Kosmetika (ab dem 16.10.2027), nicht abwaschbare Produkte (ab dem 16.10.2029) sowie Make-up-, Lippen- und Nagelprodukte (ab dem 16.10.2035).
Verpackungsdesign von Kosmetika im Einklang mit den Prinzipien der Nachhaltigkeit
Der nächste Schritt im Produktionsprozess von Kosmetika ist das Verpackungsdesign. Eine gut gestaltete Verpackung muss das Produkt vor äußeren Einflüssen wie Licht, Feuchtigkeit oder Verunreinigungen schützen, die Qualität und Wirksamkeit beeinträchtigen können. Die Wahl des geeigneten Verpackungsmaterials entscheidet zudem über die Produktionskosten und letztlich über den Endpreis des Produkts.
Auf der Kosmetikverpackung müssen alle notwendigen Informationen angegeben sein, wie z. B. Zusammensetzung, Haltbarkeitsdatum, Anwendungshinweise oder Warnhinweise. Alle diese Elemente müssen den gesetzlichen Vorschriften des Marktes entsprechen, auf dem das Produkt verkauft wird.
Neue EU-Vorschriften – Kosmetika 2024/2025 und ihre Verpackungen
In den Jahren 2025–2026 tritt schrittweise eine neue EU-Verordnung über das Verpackungsdesign von Kosmetika und Verpackungsabfälle in Kraft. Die Kosmetikverordnung 2025 legt nicht nur Wert auf die Reduzierung von Kunststoff, sondern auch auf eine transparente Kennzeichnung der Verpackungen.
Die Änderungen betreffen z. B. die Kennzeichnung von Duftallergenen. Kosmetika müssen deutliche Etiketten tragen, wenn: die Konzentration von Allergenen in abwaschbaren Produkten 0,01 % überschreitet. Dieselbe Kennzeichnungsregel für Duftallergene 2025 gilt ab einer Konzentration von mehr als 0,001 % in nicht abwaschbaren Kosmetika (z. B. Cremes, Lotionen, Tonics).
Die neuen EU-Kosmetikvorschriften 2024/2025 führen außerdem ein:
- die Pflicht, den Hinweis „setzt Formaldehyd frei“ auf der Verpackung anzubringen – wenn die Konzentration von Formaldehydabspaltern mehr als 0,001 % beträgt. Daher lohnt es sich, nicht nur Rezepturen zu prüfen, sondern auch neue Etiketten vorzubereiten, die den kommenden Vorschriften entsprechen;
- die Pflicht zum Warnhinweis bei Zahnpasta mit Triclosan – „Nicht für Kinder unter 3 Jahren verwenden“.
Tests und Untersuchungen – Sicherheit an erster Stelle
Ein sehr wichtiger Bestandteil des Kosmetikproduktionsprozesses ist die Qualitätskontrolle, die sowohl Labortests als auch klinische Studien umfasst, um sicherzustellen, dass das Produkt alle in der Rezepturentwicklung festgelegten Anforderungen erfüllt.
Vor der Markteinführung werden auch dermatologische Tests an Kosmetika durchgeführt. Damit können mögliche Nebenwirkungen wie Hautreizungen oder Allergien ausgeschlossen werden. Abhängig vom Kosmetiktyp können diese Tests an Freiwilligen oder mithilfe fortschrittlicher In-vitro-Techniken durchgeführt werden, die die Bedingungen der Haut simulieren.
Ein weiterer wichtiger Aspekt der Tests ist die Bewertung der Wirksamkeit des Kosmetikums. Diese erfolgt anhand klinischer Studien, die mehrere Monate dauern können. Der letzte Schritt vor der Markteinführung ist die Validierung des Produktionsprozesses, die sicherstellt, dass jedes hergestellte Produkt denselben hohen Qualitätsstandards entspricht.
Wie sieht der Produktionsprozess von Kosmetika in Polen aus – Zusammenfassung
Die Herstellung von Kosmetika ist ein komplexer, mehrstufiger Prozess, der das Engagement vieler Fachleute, spezialisierter Labors, umfangreiches Wissen und Erfahrung erfordert. Im Jahr 2025 steht die europäische Kosmetikindustrie vor vielen Herausforderungen – einerseits muss sie Innovationen vorantreiben, andererseits jedoch zwingend die sich dynamisch ändernden Rechtsvorschriften einhalten. Hinzu kommt die Notwendigkeit, sich an die Anforderungen der Verbraucher anzupassen – insbesondere der Generation Z (geboren nach 1995), für die die Sicherheit der Rezeptur, Personalisierung und Marken-Transparenz entscheidend sind.
Genau aus diesem Grund entscheiden sich viele Hersteller für die Auftragsproduktion von Kosmetika, die von spezialisierten Unternehmen wie z. B. dem Laboratorium Galenowe Olsztyn mit GMP-Zertifikat bis 2028 übernommen wird. Dank dieser Lösung muss sich die Marke nicht fragen, welche neuen Vorschriften für Kosmetika 2025 gelten und wie sie den höchsten Qualitäts- und Sicherheitsstandard gewährleisten kann, sondern kann sich auf die Produktentwicklung, das Marketing und den Aufbau von Kundenbeziehungen konzentrieren.
Um mehr über dieses Kooperationsmodell zu erfahren, siehe: Auftragsproduktion von Kosmetika – praktischer Leitfaden
Produktion von Kosmetika – Häufig gestellte Fragen
I. Wie sieht der Produktionsprozess von Kosmetika aus?
Der Produktionsprozess von Kosmetika umfasst die Auswahl des Labors, die Entwicklung der Rezeptur, das Verpackungsdesign, Sicherheitstests, die Herstellung und die Qualitätskontrolle.
II. Welche Inhaltsstoffe werden im Jahr 2025 verboten sein?
Die Kosmetikverordnung 2025 bringt Einschränkungen bei der Verwendung von u. a. Kojinsäure, Retinoiden, Alpha-Arbutin, Triclosan und kolloidalem Silber.
III. Worin unterscheidet sich ein Kosmetikum von einem Arzneimittel?
Kosmetika sind Produkte für Hygiene und Pflege, sie heilen keine Krankheiten und unterliegen nicht so strengen klinischen Prüfungen wie Arzneimittel.
IV. Ist ein GMP-Zertifikat für die Kosmetikproduktion erforderlich?
Ein auf Kosmetik spezialisiertes Unternehmen muss die GMP-Anforderungen erfüllen. Das GMP-Zertifikat bestätigt die Übereinstimmung der Prozesse mit Qualitätsstandards.
V. Wann treten die neuen Vorschriften für Verpackungen in Kraft?
Die neue EU-Verordnung über Verpackungen und Verpackungsabfälle tritt schrittweise in den Jahren 2025–2026 in Kraft.
VI. Was sind Mikroplastiken und warum sind sie verboten?
Mikroplastiken sind kleine Polymerpartikel. Die EU verbietet ihre Verwendung in Kosmetika, einschließlich Peelings und abwaschbaren Produkten, um die Umweltverschmutzung zu reduzieren.
VII. Welche sind die beliebtesten Segmente des Beauty-Marktes?
Das größte Segment des Beauty-Marktes sind Körper- und Gesichtspflegeprodukte, die im Jahr 2023 jeweils rund 17 % Marktanteil ausmachten. Auch für 2024–2029 wird prognostiziert, dass Körper- und Gesichtspflegeprodukte die marktstärkste Kategorie bleiben.
VIII. Verändern Konsumtrends die Kosmetikproduktion?
Ja, bei der Produktion von Kosmetika müssen die Vorlieben der Generation Z berücksichtigt werden. Der Beauty-Markt sollte auf natürliche, personalisierte und ethische Produkte setzen.
BIBLIOGRAFIE
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- Verordnung (EU) 2023/2055 der Kommission vom 25. September 2023 zur Änderung von Anhang XVII der Verordnung (EG) Nr. 1907/2006 des Europäischen Parlaments und des Rates über die Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) im Hinblick auf synthetische Polymermikropartikel.
- Verordnung (EU) 2024/996 der Kommission vom 3. April 2024 zur Änderung der Verordnung (EG) Nr. 1223/2009 des Europäischen Parlaments und des Rates in Bezug auf die Verwendung von Vitamin A, Alpha-Arbutin und Arbutin sowie bestimmter potenziell endokrinschädigender Stoffe in kosmetischen Mitteln.